oliv / Leserbriefe
«Ohne Alkohol lebt es sich sehr viel besser»
Mit grossem Interesse habe ich den Artikel über Alkohol und dessen Abhängigkeitspotenzial gelesen. Ich bin 56 Jahre jung und war einige Jahre alkoholabhängig. Zwar habe ich nicht bei der Arbeit getrunken, erst am Abend. An meinen freien Tagen kamen am Schluss aber bis zu drei Flaschen Wein zusammen. Bis ich eines Tages von meinem Hausarzt zur Leberpunktion angemeldet wurde. Das war alles andere als angenehm. Und das Resultat war erschreckend!
Trotzdem hatte ich auch nach dem Bericht noch nicht richtig die Augen geöffnet und trank weiter. Erst nach meinem nächsten Besuch beim Hausarzt realisierte ich den Ernst der Lage. Er sagte, dass ich an einer Leberzirrhose sterben werde, wenn ich nicht sofort zu trinken aufhören würde. Naja, er sagte nicht «sterben». Er sagte «verrecken». Das hat mir schlagartig die Augen geöffnet. Von heute auf morgen habe ich aufgehört zu trinken. Seit bald einem Jahr habe ich keinen Tropfen mehr getrunken – ohne Entzugserscheinungen, Medikamente oder Therapie. Mein Hausarzt hat mir sehr ans Herzen gelegt, auch auf alkoholfrei Getränke wie Bier oder Sekt zu verzichten. Denn das Hirn eines trockenen Alkoholikers signalisiert sonst: «Oh, das schmeckt wie früher, warum nicht ein Prosecco mit Alkohol?» Doch genau das ist das gefährliche an der Sucht: Nur ein Gläschen und schon ist man wieder in Teufels Küche!
Dabei lebt es sich ohne Alkohol sehr viel besser 😄
Frau P. S. (Name der Red. bekannt),
Zum Artikel «Alkoholfrei», oliv-Ausgabe Januar 2026
Faszination Moos
Danke für Ihren Bericht über Moos! Unverzichtbar zum Thema ist das Buch «Das Sammeln von Moos: Eine Geschichte von Natur und Kultur» von Robin Wall Kimmerer.
Ursula Freimüller
Zum Artikel «Moose», oliv-Ausgabe Januar 2026
Bauchgefühl und gesunder Menschenverstand wird ausgeblendet
Bereits 1538 lehrte Paracelsus: «Dosis sola facit venenum», übersetzt «Die Dosis macht das Gift». Diese weise Erkenntnis, in Begleitung mit einer kritischen Selbstreflektion des eigenen Lebensstils, scheint bei vielen Meschen vergessen zu sein. Ist es nicht logisch, dass unser Organismus bei einer Überdosis oder bei Mangel reagiert? Ob Bodenlebewesen, Pflanzen, Tiere oder Menschen: zu viel oder zu wenig Salz, Wasser, Zucker, Sonne, Pestizide, Mikroplastik, oder eben Alkohol: irgendwann «überläuft das Fass» und macht krank.
Obwohl aktuell beim Menschen die meisten Krankheiten mit einer Überdosis Zucker im Zusammenhang stehen, wird von der WHO der Alkohol als «das Böse» dargestellt. Jeder Schluck Alkohol soll krank machen… Dabei wird medial oft nicht mal unterschieden, ob dieser Schluck in Form von Bier, Wein oder Spirituosen zu sich genommen wird. Dass die Metastudie von 2023, auf die sich die WHO bezieht, durch verschiedene Abstinenzlerbewegungen finanziert wurde, verschweigt sie. Ebenso, dass Movendi International – eine Anti-Alkohol-Lobbystenorganisation – die WHO beim Thema Alkohol berät. Christian Seiler vom Magazin des Tages Anzeigers, hat zu diesem Thema einen wirklich lesenswerten Artikel geschrieben: «Ist Alkohol gut oder schlecht für Sie? Beides» (https://shorturl.at/KIKzZ).
Mir ist klar, dass Frau Gasser vom Blauen Kreuz die WHO-Empfehlung gerne zitiert. Sie ist ja auch unmissverständlich, was leider zum Überreagieren anregt. Wie aber Christian Seilers Recherchen belegen, ist die Empfehlung nicht unabhängig verfasst und zu eindimensional. Wer gesund alt werden möchte, braucht nicht nur robuste Gene, Bewegung, lokale frisch zubereitete Lebensmittel (wenn möglich Bio), sondern eben auch viele inspirierende soziale und kulturelle Kontakte.
Und da kommt für mich das «Gläschen Rotwein» ins Spiel: Es gibt doch nichts Schöneres und Entspannenderes, als nach einem erfüllenden Arbeitstag ein feines Glas PIWI-Rotwein im Kreise der Familie oder von Freunden zu geniessen! Aber eben, alles mit Mass.
Roland Lenz, Uesslingen (TG)
Zum Artikel «Alkoholfrei», oliv-Ausgabe Januar 2026
Zuckerbombe
Ich habe zum Rezept «Apfel-Cupcakes» folgendes zu bemerken:
Als Zeitschrift, welche sich dem gesunden Lebensstil und der gesunden Ernährung widmet, sollten Sie sich auch die Rezepte etwas besser anschauen. So weist dieses genannte einen hohen Anteil an Zucker aus:
– Füllung: 125 g «hellbrauner» Zucker*
– Cakes: 100 g Kristallzucker und 100 g «hellbrauner» Zucker
– Creme: 90 g Puderzucker
– Total: 415 g Zucker!
*Vom Fruchtzucker sowie dem Zucker im Pflanzendrink und jenem in der «Vanillepaste» oder der veganen Creme ganz zu schweigen.
Die Bezeichnung «hellbrauner» Zucker ist ein Witz – denn dieser ist vom Nährwert her nicht viel besser als der weisse Kristallzucker, wurde er doch nach dem Raffinieren in einem technischen Verfahren «caramelisiert», um ihm die hellbraune – oder je nach dem auch etwas dunklere Farbe – zu geben. Als solche «Kundentäuschung» mit dem Stempel «gesunder» Zucker wird er dann auf die breite Masse der Konsumenten losgelassen. Es spielt aber keine Rolle, ob man für das Rezept von Anfang an 200 g resp. 125 g weissen oder hellbraunen Zucker nimmt – es gibt weder geschmacklich noch farblich oder qualitativ einen Unterschied. «Revolutionär» wäre das Rezept, wenn mit anderen Zuckerarten gesüsst würde. Der Zucker im Rezept widerspricht auch dem Wert der feinen veganen Zutaten. Sie werden durch den banalen, ordinären Zucker geradezu degradiert.
Susanne M. Weyermann, Dornach
Zum Rezept «Apfel-Cupcake», oliv-Ausgabe Dezember 2025
Für eine fried- und leidfreie Welt
Als bewusste – mitfühlend für alle Lebewesen –Leserin Ihrer Zeitschrift möchte ich erst mal ein Lob aussprechen für die vielen aufschlussreichen und interessanten Berichte in Ihrer Zeitschrift.
Aus ethischen Gründen bin ich vegan unterwegs. Ich übernehme meine Verantwortung für eine fried- und leidfreie Welt so gut es geht.
Leider sind in punkto Leiden und Mitgefühl noch ganz viele Menschen nicht so feinfühlig unterwegs und sehen Tiere immer noch nur als Fleisch-, Milch-, Eier-, Leder-, Ersatzteillager etc. Ihr Artikel «Wege zur längeren Nutzungsdauer» degradiert fühlende Lebewesen zu milchproduzierenden Maschinen bzw. Kühen. Im besagten Artikel könnte geradezu von Maschinen die Rede sein, erschütternd aber, dass es Lebewesen sind, die be- und genutzt werden. Zudem wird übergangen, dass die Kühe ständig künstlich besamt und als Gebärmaschinen missbraucht werden, und dass die Kälbchen bald nach der Geburt von der Mutter weggenommen werden, nur damit der Mensch – als einziges Lebewesen – von einer Säuglingsnahrung einer anderen Art Gebrauch machen kann.
Weiter gehts in Ihrer Zeitschrift mit der Ankündigung fürs nächste Heft: Es geht um die Wurst. Auch hier müssen sehr soziale, fühlende Lebewesen ihr kurzes, in keinster Weise artgerechtes Leben lassen für einen kurzen «Gaumenschmaus».
Schon der grosse russische Denker und Schriftsteller Leo Tolsto (1828 – 1910) sagte: «Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.»
So bleibe ich dran, ganz nach Ghandis Motto «Sei du die Veränderung, die du in der Welt sehen willst!» Ich hoffe und wünsche mir sehnlichst, dass Heilung und Frieden, Glück und Freude für alle Lebewesen auf unserem Planeten bald eine Selbstverständlichkeit wird.
Cornelia Suess, Dipl. tierpsychologische Beraterin I.E.T.
Zum Artikel «Gesunde Milchkühe – auch bei langer Nutzungsdauer», oliv-Ausgabe Oktober 2025
Pflanze des Monats – falsche Bildlegende
Im Bioladen «Kornblume» in Langenthal liegt Ihre Zeitschrift auf, und ich habe diese schon mehrfach sehr gerne mitgenommen und gelesen. Anschliessend gebe ich das Heft meist einer Freundin weiter. Der vielfältige Themenkreis ist immer wieder interessant!
In der Ausgabe 09/25 ist Ihnen allerdings ein Lapsus reingerutscht. Möglicherweise (vermutlich!) sind Sie bereits darauf aufmerksam gemacht worden, dass bei der Pflanze des Monats auf Seite 27 die Bildbeschriftung nicht zum Bild passt: Das Bild zeigt eine Rose, vermutlich Rosa canina; die lateinische Bildunterschrift Hippophaë rhamnoides bedeutet hingegen Sanddorn. Eine Falschinformation, die hoffentlich bei Ihrer Leserschaft nicht allzu viel Unsicherheit auslöst, denn auch wenn die Früchte beider der in Europa heimischen Pflanzen essbar sind und viel Vitamin C enthalten sollen, sind diese Pflanzen doch recht unterschiedlich und gehören nicht einmal derselben Familie an. Etwas verwirrend finde ich auch Ihre Vorschau 10/2025 auf der letzten Seite: Der abgebildete blaue Kohlrabi und das Thema «Bunte Knollen für kalte Tage» mögen zusammenpassen – aufgezählt werden dann allerdings keine Knollen-, sondern Wurzelgemüse.
Abschliessend ein Dankeschön für den Agenda-Tipp «Holy Wow!». Auch wenn es die für mich recht lange Anreise nach Dornach-Arlesheim nicht ganz wert war, habe ich die Ausstellung im Klostergarten gerne besucht.
Tania Anderegg
Zum Artikel «Pflanze des Monats», oliv-Ausgabe September 2025
Vogelbeeren statt Sanddornbeeren
Danke für die oliv-Zeitschrift mit den vielen interessanten Beiträgen! Auf Seite 15 der Augustausgabe 2025 erkenne ich die Beeren vom Sandorn als Vogelbeeren. Der Sanddorn liegt nahe am Ast und ist von der Form her eher oval bis rundlich. Vor allem sind die Früchte nicht in einer Dolde angeordnet. Das abgebildete Blatt hingegen stimmt.
Rosmarie Gerber
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Vielen Dank für den Beitrag zu den Wildbeeren! Ich bin auch eifrig am Sammeln…
Nun meine ich, dass Ihnen bezüglich des Sanddorns ein Fehler passiert ist: Wo auf Seite 11 die Ernte erklärt wird, sind die richtigen Beeren abgebildet. Aber auf Seite 18 meine ich, dass es jene des Feuerdorns sind. Die Blätter stimmen zwar…
Monika Brantschen
Zum Artikel «Wildbeeren», oliv-Ausgabe August 2025
Redaktion:
Unsere aufmerksamen Leserinnen haben Recht: Uns ist ein fehlerhaftes Bild in die Ausgabe gerutscht. Tatsächlich handelte es sich um eine Bildkomposition von einer Bildagentur mit Sanddornblättern und – sehr wahrscheinlich – Feuerdornbeeren. Schräg, hätte uns aber auffallen müssen. Wir bitten um Entschuldigung.
Avocadocreme mit essbaren Blüten
Ich lasse mich monatlich von eurer tollen Zeitschrift inspirieren. In der aktuellen Ausgabe «Fermentieren 06/25» haben die essbaren Blüten mein Interesse geweckt. Auf Seite 16 ist ein Bild mit der Legende «Aufstrich mal anders: diese farbenfrohe Canapés bringen Abwechslung auf den Tisch» zu sehen. Nun wollte ich nachfragen, ob es für diesen frisch-grünen Aufstrich ein Rezept gibt?
Ich freue mich von euch zu lesen und wünsche euch einen sonnigen Tag!
Delia, Turbenthal
Zum Artikel «Essbare Blüten», oliv-Ausgabe Juni 2025
Redaktion:
Es handelt sich dabei um eine Avocadocreme mit essbaren Blüten. Hier ein Rezept dazu:
www.einfachmalene.de/avocadocreme-fuer-avocado-toast/
«Fleisch und Wurst passt nicht zu oliv»
Ich bin grosser Fan der oliv-Magazins und freue mich auf jede neue Ausgabe.
Die nächste Ausgabe werde ich jedoch nicht mitnehmen. Für mich passt der Slogan «für Menschen mit bewusster ökologischer Einstellung» nicht zum Fokusthema Wurst bzw. Fleisch, was alles andere als ökologisch sinnvoll ist.
Raffaela
Nährstoffverlust differenziert anschauen
In Ihrem Artikel über Moringa schreiben Sie: «Mit dem Abkochen gehen allerdings die hitzeempfindlichen und wasserlöslichen Nährstoffe wie das Vitamin C verloren. Auch durch das Trocknen und Lagern, die für Tee, Pulver und Kapseln nötig sind, sinkt der Gehalt markant.» Es ist tatsächlich so, dass der Gehalt an Vitamin C durch das Trocknen bei Moringa-Tee, -Pulver und -Kapseln gegenüber frischen Blättern sinkt. Für die B-Vitamine, die ebenfalls wasserlöslich sind, trifft es nicht zu. Vergleicht man z. B. den Anteil an Vitamin B2, das allerdings nicht hitzeempfindlich dafür aber lichtempfindlich ist, so enthalten 100 g frische Blätter (ein ganzer Korb voll) 0.05 mg, 100 g Pulver dagegen 20.5 mg, begründet durch den Wasserentzug. Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Kalium sind wiederum im Pulver in viel grösseren Mengen vorhanden als in frischen Blättern (pro 100 g). Die Werte hängen aber auch stark von der Art des Trocknungsprozesses und der Lagerung ab. Erfolgt die Verarbeitung schonend und unter Einhaltung von einer Temperatur unter 42°C (Rohkostqualität) werden die wertvollen Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten. Ein Esslöffel Moringa-Pulver guter Qualität kann erfahrungsgemäss, wenn man eine regelmässige Einnahme nicht gewohnt ist, dieselbe Wirkung (Durchfall) haben wie eine zu grosse Menge frischer Blätter, werden sie für Speisezubereitungen nicht in Wasser vorgekocht. Wir weisen deshalb immer wieder darauf hin, die Einnahme mit einer kleinen Menge Pulver zu beginnen und diese dann nach und nach zu steigern. Die Konsumation von Tee hingegen ist von Beginn an unbedenklich.
Verena Zimmermann, Zimlam Moringa, Senegal
Zum Artikel über Moringa (Rubrik Über den Tellerrand), oliv Ausgabe Dezember 2021
Vorsicht bei Beinwell-Wurzeln
In Ihrem interessanten Artikel zum Ackerschachtelhalm empfehlen Sie eine Teemischung, die ich problematisch finde. Die Mischung enthält, neben Schachtelhalm und Brennnessel, getrocknete Beinwellwurzel. Beinwell darf in der Schweiz jedoch nur für die äusserliche Anwendung verkauft werden. Die Kundschaft dürfte die Mischung zum Ansetzen eines Fussbades verwenden – was übrigens äusserst wohltuend und heilsam ist – trinken sollte man sie aber nicht. Sämtliche pflanzliche Heilmittel, die in Drogerien und Apotheken verkauft werden, unterstehen dem Arzneimittelgesetz. Dieses verbietet den innerlichen Gebrauch von Beinwellwurzeln wegen der darin enthaltenen Pyrrolizidinalkaloiden. Sie können bei einer Langzeittherapie, und das wäre für die Kräftigung des Bindegewebes durchaus der Fall, leberschädigend wirken und sind für Schwangere Frauen und Kinder kontraindiziert. Traditionell wurde die Beinwellwurzel durchaus als Tee verwendet. Man findet in vielen Kräuterbüchern Informationen zu diesem Thema. Grundsätzlich gilt, dass eine Anwendung nicht mehr als 100 μg Pyrrolizidinalkaloide enthalten darf. Laut des wissenschaftlichen Fachbuchs für Teedrogen von Max Wichtl, kann eine Tasse mit reinem Beinwell-Tee bis zu 8.5 mg Alkaloide enthalten. Als Bestandteil einer Mischung entsprechend weniger. Da es viele gute und sichere Heilpflanzen zur Stärkung des Bindegewebes gibt, muss man kein unnötiges Risiko eingehen und könnte die Beinwellwurzel durch Birkenblätter ersetzen. Oder, wenn es unbedingt Beinwell sein muss, auf eine Spagyrik-Mischung ausweichen.
Sabine Hurni, dipl. Drogistin HF und Naturheilpraktikerin, Baden
Zum Teerezept im Wellness Artikel (Ackerschachtelhalm), oliv Ausgabe März 2021
Wunderwerk Darm
Mit grossem Interesse habe ich den Beitrag von Carine Buhmann gelesen. Toll, dass Sie diesem Thema einen Platz eingeräumt haben! Frau Buhmann gratuliere ich zu ihrem sehr gelungenen und gut verständlichen Bericht. Das tolle Rezept werde ich sogleich ausprobieren.
Freundliche Grüsse
Heidi Hobi-Danuser, Bad Ragaz
Zum Fokus-Artikel, oliv Januar-Ausgabe 2021
Einfach erklärt
Liebes oliv-Team
Mit grossem Interesse habe ich Ihre Zeitschrift gelesen. Vor allem der Artikel «Wunderwerk Darm» von Carine Buhmann hat es in sich! Als Biochemiker und Molekularbiologe kommt der Artikel für mich und viele andere sehr verständlich rüber. Es braucht nicht immer eine für den Laien unverständliche Wissenschaft, um eine komplizierte Materie mit einfachen Worten zu erklären. Bravo!
Herzlichen Dank und herzliche Grüsse aus Luzern
Matthias Birnstiel, Chrisana GmbH
Zum Fokus-Artikel, oliv Januar-Ausgabe 2021
Hamamelis ist nicht gleich Hamamelis!
Die Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana) wird als Heilpflanze genutzt. Sie blüht im Herbst mit kleineren, duftenden und eher unscheinbaren Blüten. Zur gleichen Zeit verfärben sich die Blätter gelb und die Blüten fallen kaum auf. Im Winter blühen die asiatischen Zaubernüsse, deren duftende Blüten etwas grösser sind und im blattlosen Zustand mehr auffallen. Die chinesische Art (Hamamelis mollis) beginnt schon im Januar zu blühen. Ihre japanische Schwester (Hamamelis japonica) im Februar/März. Dazwischen gibt es viele Kreuzungen oder Hybriden mit verschiedenen gelb bis rot blühenden Sorten. Ob die asiatischen Hamamelis auch als Heilpflanzen genutzt werden ist mir nicht bekannt.
Martin Dietwyler, Gärtnermeister
Zum Wellness-Beitrag, oliv Januar-Ausgabe 2021
Kredite zinsfrei anbieten
Ein guter Artikel. Als Ergänzung möchte ich noch die «Freie Gemeinschaftsbank» in Basel erwähnen, die seit jeher ethische Anlagen anbietet.
Die Idee mit den Mikrokrediten für Frauen in Afrika oder Asien klingt grundsätzlich sehr menschlich. Doch sobald Zinsen ins Spiel kommen, scheitern viele und verschulden sich dabei. Um wirklich helfen zu können, müsste man komplett vom leider immer noch «normalen» wirtschaftlichen Profit-Denken wegkommen und diese Kredite zinsfrei anbieten. Warum müssen wir am Geschäft von so armen Menschen profitieren?
Maja Neufert, Rapperswil
Zum Artikel «Anlegen und dabei etwas Gutes tun», oliv November 2020
«Wer nicht misst baut Mist.»
Ich arbeite als ganzheitliche Ernährungs-Therapeutin/-Beraterin schon viele Jahre und doziere auch an der Apamed Fachschule das Thema Orthomolekulare Medizin, wo man Beschwerden mit der Gabe von Nährstoffen therapiert. Viele kennen mich ggf. von meinen Kochbüchern.
Das Thema Supplemente polarisiert immer wieder, leider wird selten gemessen was wirklich fehlt. Wer aber Messungen von kritischen Nährstoffen wie Selen, Zink, B 12 (…) und Omega-3 Fettsäuren durchführt (und vor allem auch das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 ermittelt), oder Vitamin D im Blut bestimmen lässt, der kann, ebenso wie ich, aus einer anderen Perspektive sagen, dass Mängel doch sehr häufig auftreten.
Ich selber nehme seit längerer Zeit täglich einen Esslöffel Fischöl, gelegentlich auch Algenöl, und meine Blut-Fettsäurewerte sind top, diverse Beschwerden, die es mal gab wie Migräne sind praktisch weg. Auch Vitamin D ergänze ich immer im Winter und dazu rate ich auch meinen Kunden. (…)
(…) Eine gesunde Kost stellt auf jeden Fall eine Basis dar, bei Beschwerden ist es aber empfehlenswert, auch Nährstoffe checken zu lassen. Gegebenenfalls sollte statt mit Medikamenten mit Nährstoffen therapiert werden. Im Winter ist Vitamin D ein Muss für alle, unabhängig von der Ernährung, da es nie über Lebensmittel in ausreichenden Mengen aufgenommen werden kann. Das gleiche gilt auch für Omega-3-Fette. Wer hier denkt Leinöl reiche aus, der sollte EPA- und DHA- Fettsäuren im Blut bestimmen lassen. Die Umwandlung aus Leinöl ist sehr beschränkt möglich und reicht praktisch nie.
Dr. Schmiedel, einer meiner Lehrer, beschreibt es so: „Wer nicht misst baut Mist. Viele Referenzwerte in den Laboren sind aus meiner Sicht und auch aus Sicht anderer Fachleute zu tief, sie spiegeln den Durchschnitt der eher kranken Bevölkerung“.
Es muss schliesslich jeder selbst entscheiden, was er einnimmt und für seine Gesundheit unternimmt. Doch kann ich bestätigen, dass meine Arbeit in der Praxis ohne diese Nährstoffe nicht denkbar wäre. Ich habe es vor Jahren selbst nicht für möglich gehalten und nicht glauben wollen, aber seitdem ich messe sehe ich, was die Wahrheit ist.
Erica Bänziger, Tegna
Zum Ratgeber Ernährung über Supplemente, Februar-Ausgabe 2020
Einsatz für die Artenvielfalt
Liebe Redaktion
Vielen Dank für dieses einfühlsame Porträt von Herrn Saxer und seine alten Getreidesorten. Es freut mich sehr, dass es solch «ausdauernde» Menschen gibt, die sich für eine ökologischere und «bescheidenere» Landwirtschaft einsetzen, und es tut gut zu sehen, dass es immer mehr werden, sowohl Produzierende als auch Konsumierende. Schlussendlich braucht es ja beide, um unser System zu erneuern. Und es ist interessant, welche alte Sorten da wieder ans Tageslicht kommen wie Waldstaudenroggen – spannend, auch sich darüber mehr zu informieren. Und natürlich werde ich beim nächsten Einkauf die eine oder andere Sorte berücksichtigen und probieren. Hoffen wir, dass Herr Saxer bald ein neues Feld bewirtschaften kann, eines, auf dem er lange bleiben kann und sich weiterhin voller Elan für die Artenvielfalt einsetzen kann.
Martin Kamber, Leubringen
Zum Porträt (Bio-Land Schweiz), Dezember-Ausgabe 2019
Zur Kreislaufwirtschaft gehört Viehhaltung
Immer wieder erschrecken mich die Aussagen von Veganern zum Thema Ernährung. So auch unter den LeserbriefschreiberInnen. Eine ökologische Nachhaltige und einheimische Landwirtschaft bedingt das Zusammenspiel von Ackerbau, Grünland und Viehhaltung. Dies ist das Fundament der Kreislaufwirtschaft. Verzichten wir auf einen Produktionszweig hat dies immer negative Folgen: Kein Vieh = keine extensiven Wiesen und Weiden = weniger Biodiversität. Ohne Kunstwiese in der Fruchtfolge fehlt die wichtigste Fruchtfolgekultur = Boden kann sich nicht erholen. Dies soll nicht alle Auswüchse der Viehhaltung rechtfertigen, jedoch darauf aufmerksam machen, dass eine extensive Haltung von Nutztieren ein unverzichtbarer Teil der heimischen Landwirtschaft ist.
Robin Tschannen, Murzelen
Eine gelungene Ausgabe
Vielen Dank für die Zeitschrift! Ein sehr gelungenes Werk zumindest die aktuelle März-Ausgabe. Es ist das erste Mal, dass ich Ihre Zeitschrift in die Hände bekam. Mit grossem Interesse las ich die darin enthaltenen Artikel. Freue mich bereits auf den 23. März 2018, wenn die April-Ausgabe erscheint. Ein Dankeschön an die Redaktion und natürlich an alle anderen, die damit verbunden ihre Arbeit verrichten.
Angela Heller
Zur März-Ausgabe 2018
Danke!
Ich freue mich jeden Monat auf «die grünen Seiten des Lebens»! Jedesmal entdecke ich Neues, Spannendes, Aufschlussreiches und Wissenswertes und fühle mich inspiriert. Danke auch für die tollen Rezepte!
Daniela Krouthén
Es macht Hoffnung
Ich finde die Veganen Seiten im oliv super. Das Interview mit Herrn Meyer gefällt mir sehr und die Kolumnen von Frau von Gunten sind immer interessant. Es macht mir Hoffnung, dass sich immer mehr Menschen bewusster werden, der Umwelt Sorge tragen und sich für das Wohl der Tiere einsetzen. Freundliche Grüsse
C. Peikert Zanella, Zug
Zu den Veganen Seiten im Allgemeinen und zur oliv-Ausgabe 2/2018 im Besonderen
Bienen mit Zucker abspeisen
Ein interessanter Beitrag zum Honig, doch leider nur konsumentenbezogen. Wir hatten Honig sehr gerne, doch nach dem Film
«More than Honey» haben wir Gewissensbisse bekommen. Der Honig ist ja der Bienen Nahrung, mit vielen wichtigen Inhaltstoffen, die sie brauchen. Um eben stark zu sein für die harte Arbeit! Die Imker nehmen ihnen den Honig weg und speisen sie mit raffinierten Zucker ab. Das ist nicht gut! …Vielleicht sind die Bienen daher geschwächt und weniger resistent gegen die Varroamilbe und Viren? Ihr Beitrag zum Honig ist uns Anlass, einmal eine neutrale Instanz um ihre Meinung anzufragen. Vielen Dank und freundliche Grüsse
Peter und Giuliana Janczer-Franzosi
Zum Artikel «Honig? Jetzt erst recht!», oliv 1/2018
Antwort der Redaktion
Sehr geehrte Herrn und Frau Janczer
…Wir hoffen, dass Ihnen unsere Absicht jedoch nicht entgangen ist: Keineswegs wollten wir zu mehr Konsum animieren, sondern im Gegenteil unsere Leserschaft für den Stellenwert von Bienen und deren Erzeugnis sensibilisieren. …Viele Imker speisen ihre Bienen nicht einfach mit Zucker ab, sondern hinterlassen genügend Honig im Stock… Freundliche Grüsse
Ihr oliv-Team
Herzlichen Dank, lieber Herr Bossert…
Noch nie wurden wir für einen Brief so geehrt. Tausend Dank!
Von wegen heiteres Beruferaten
Wir wollen‘s gerne hier verraten
Wir sind leider weder noch
Wir sind wie s‘Vreneli und Base vom Land
Schätzen die Freuden im Bauernstand!
Tummeln uns im Gemüsegarten
Beobachten das Kartoffelstarten
Ob ein hennenwarmes Hühnerei
Oder im eiskalten Winter die Chriesistei
Da sind wir immer gern dabei!
Rosa und Marlene Ineichen, Rain
Zu unserer Reaktion auf Ihre wunderschöne Bio Star-Teilnahmekarte, oliv 8/2017
Bitte kein Püriertes mehr!
Mein Kompliment, meinen Dank an Frau Puebla. Endlich weiss ich, dass es ausser mir noch Menschen gibt, die «Suppe auch am liebsten mit Stückchen» essen. Diese «Mode» nervt mich nämlich. Praktisch jede Suppe, jedes Dessert muss püriert, d.h. zu Brei gemacht werden. Sind wir denn eine zahnlose Gesellschaft? Meines Erinnerns ist da die Zeitschrift «oliv« auch nicht gerade eine Ausnahme. Hingegen sind die Rezepte für diese Sternpizzen ganz toll. Sowohl das Auge als auch der Gaumen können es geniessen. Auch sonst gefällt mir die «oliv» sehr gut.
M. Häfliger, Winterthur
Zum Editorial und Rezeptteil «Zu Tisch», oliv 7/2017
Omega-3 ist nicht gleich Omega-3
… Man spricht bzw. schreibt von Omega-3 und deren Wichtigkeit und erwähnt dann die kaltgepressten Pflanzenöle als Alternative zu tierischen Fetten. Was aber in keinem Wort erwähnt wurde, ist die schwache Umwandlungsrate der pflanzlichen Öle, die alle nur die Vorstufe von DHA und EPA sind; sie enthalten pflanzliche alpha-Linolensäure und diese wird ja nur zu 5 max. 10% in langkettige Omega-3-Fette umgewandelt! Also Walnussöl ist super lecker und gesund, aber es bringt nicht wirklich etwas im Zusammenhang mit Cholesterin und auch Rapsöl nicht – mit seinen nur 9% alpha-Linolensäure!… Um Omega-3-Fette zu bekommen, braucht es entweder das maritime Fischöl, allen Veganern ein Dorn im Auge, oder die pflanzliche Alternative aus Algen. Denn so wie es hier steht, meint man, dass die angeführten Öle Omega-3 enthalten, was nur sehr beschränkt der Fall ist … Nur eine Vorstufe und die Mengen reichen keineswegs für einen wirklichen Effekt aus …
Erica Bänziger, Kochbuchautorin und Ernährungsberaterin
Zum Artikel «So senken Sie das Blutfett natürlich», oliv 7/2017
Keine B12-Supplementierung mit Chlorella
Fast alle vermeintlichen pflanzlichen Quellen von Vitamin B12 haben sich mittlerweile als Quelle für Vitamin-B12-Analoga herausgestellt (Hinweis der Redaktion: Ihre Substanzen sind dem echten Vitamin-B12 chemisch ähnlich). Speziell bei Algen liegen Ergebnisse vor, die zeigen, dass die frische Pflanze zwar echtes Vitamin B12 enthält, die getrocknete jedoch nur noch Analoga. Die pflanzlichen Prozesse beim Trocknen scheinen hier zu chemischen Reaktionen zu führen, die das Vitamin B12 zersetzen. Es wird sogar ausdrücklich davor gewarnt Algen als B12-Quelle zu nutzen, da die enthaltenen Analoga die B12-Versorgung sogar nachteilig beeinflussen.
Vitamin B12 wird von Organismen im Boden gebildet und wird von Pflanzenfressern mit der Erde aufgenommen. Suchen wir also ein natürliches Vitamin B12 sollten wir unser Gemüse gar nicht waschen. Wer sich jedoch zivilisiert nennt, wird gerne darauf verzichten und auch Vitamin B12 nicht auf Umwegen über tierische Produkte aufnehmen, sondern direkt supplementieren. Eine regelmässige Blutuntersuchung verschiedener Vitamine ist nicht nur für vegetarisch und vegan lebende Menschen empfehlenswert.
Eva Kelemen, Inhaberin und Geschäftsführerin
Eva’s Apples – vegan store & more
Zum Artikel «Gemüse aus dem Meer», oliv 3/2017
Danke!
Riesig war meine Freude, als ich das wunderbare Buch «red hot chili» von Ihnen erhielt. Dafür bedanke ich mich ganz, ganz herzlich bei Ihnen. Das «oliv» begeistert mich immer wieder, ich freue mich auf jede Ausgabe von Neuem. Herzliche Grüsse
F. Wiggenhauser, Benken
Zum Verlosungspreis aus oliv 8/2016
Die italienische Sprache beherrschen
«Antipasti» kommen nicht, wie sie schreiben, wie der Name sagen würde, vor den Teigwaren, «pasti» ist die Mehrzahlform von «pasto» gleich «Mahlzeit». Die Mehrzahl von «pasta» heisst «paste». Danke und Gruss.
D. Ismelli-Koller, Aesch
Zum Artikel «Einmal Mittelmeer und zurück», oliv 8/2016
Macht weiter so!
Vielen Dank für Ihre (nachträgliche) ausführliche Information. Ich habe mit der Methode No Poo bereits angefangen und bin begeistert…. Ich werde Ihr Heft weiterhin mit viel Interesse lesen. Macht weiter so.
C. Ehrl, Bonaduz
Zum Artikel «Alles klar beim Haar», oliv 10/2015
Unser Trinkwasser ist nicht mehr Bio
Kompliment für Ihr aktuelles Heft und der Auseinandersetzung mit dem Thema Trinkwasser. Besonders Ihr Editorial hat mir gefallen, denn Sie erwähnen dort auch die Herausforderung, Pestizid-Rückstände aus dem Trinkwasser zu entfernen. Dies ist in der Tat eine der ganz grossen Aufgaben für die Schweizer Wasserversorgung, wie der Branchenverband, der Schweizer Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (SVGW), auch regelmässig kommuniziert. Leider sind von unseren gut 2500 Wasserversorgern nur rund 20% dem Branchenverband angeschlossen und werden in den Weiterbildungsmodulen über solche Themen informiert und sensibilisiert…
Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in der Wasseranalytik kann ich Ihnen sagen, dass wir heute mehrere Hundert Substanzen im Wasser finden können und nur die allerwenigsten haben dort etwas verloren. Wir Menschen machen uns so viel Gedanken über das Thema Ernährung aus biologisch angebauten Lebensmitteln und vergessen dabei völlig, dass unser Trinkwasser leider nicht mehr BIO ist. Dabei sind die (Wasser) Mengen, die wir täglich zu uns nehmen sollten, in der Masse grösser als die feste Nahrung, d.h. die Bedeutung des Wassers ist mindestens so wichtig wie die der festen Nahrung…
Im zweiten Teil des Abschnittes «Gift im Trinkwasser» wird die Situation mit den vielen Inhaltsstoffen leider völlig verharmlost, denn heute weiss man, dass Chemiecocktails, d.h. eine Mischung von den heute üblichen Spurenstoffen im Wasser (Pestizid- und Medikamentenrückstände, Schwermetalle und Hormone) eine klar toxische Wirkung haben, auch wenn die Einzelsubstanzen in scheinbar harmlosen Konzentrationen vorliegen… Für uns Humantoxikologen bedeutet dies, dass die Risikobewertung von Chemikalien in unserer Umwelt und in der Nahrung überprüft und auf eine andere Stufe gestellt werden muss.
O. Kaube, Oberuzwil
Zum Artikel «Quelle des Lebens», oliv 7/2016
Heu statt Kraftfutter
…Für die Hirnentwicklung ist Milch auf jeden Fall gesünder als Sojaprodukte… Und die Umweltbelastung durch die Kühe liesse sich wesentlich reduzieren, wenn man sie mit Gras und Heu füttern würde, anstatt mit Silage und Kraftfutter. Die Milch dürfte dafür ruhig mehr kosten!
M. Beglinger, Rodersdorf
Zum Artikel «Milch in aller Munde», oliv 6/2016
Wo bleibt die Ethik?
… Im oliv schreiben Sie, dass Milch die Schweizer Seele vieler berühren wird und erzählen nur einen ganz, ganz kleinen Teil von dieser sehr üblen Geschichte… Durch verschiedene Faktoren auf dem Bauernhof begünstigt, erhalten die meisten Kälbchen schon in den ersten Lebenswochen Antibiotika. Und nach den ersten zwei Wochen kommen diese Kälberkinder in kleine Kunststoffiglus und werden später in Gruppen gehalten, bis sie geschlechtsreif sind und ihr Leben als sogenannte Milchkühe den gleichen, unendlich traurigen Lauf wie der ihrer Mütter nimmt. Da stellt sich schon ganz ernsthaft die Frage: Haben Menschen das Recht, Tiere auf solch grausame Weise auszubeuten und zu töten? Nur, weil damit jeder Tropfen Milch von uns Menschen genutzt werden kann? Wo bleibt hier unsere Verantwortung und die Ethik?
R. Kuhn, Winterthur
Zum Artikel «Milch in aller Munde», oliv 6/2016
Mehr Saisonalität bei der Rezeptauswahl!
Guten Tag,
Ihre Zeitschrift nehme ich von Zeit zu Zeit in meinem Bio- Laden in Männedorf. Naturnah zu leben liegt mir am Herzen. Umso mehr geriet mir das Rezept auf Seite 28 in der Nummer 2/2016 in den falschen Hals: Kirschtomaten im Februar? Backofen 15 Min. auf 250° wegen den paar Tomaten? Da erwarte ich schon etwas mehr Umweltbewusstsein!!!
Herzlicher Gruss Susanne Sourlier
Zum Rezept, oliv 2/2016
Antwort der Redaktion
Liebe Frau Sourlier
Besten Dank für Ihre Rückmeldung.
Das von Ihnen beanstandete Rezept auf den veganen Seiten wurde uns von Rapunzel zur Verfügung gestellt. Manche Firmen nutzen die veganen Seiten in oliv, um Rezepte mit ausgewählten Produkten ihrer Firma zu präsentieren. In so einem Fall ist für uns in der Regel keine redaktionelle Einflussnahme möglich. Bei den von der Redaktion ausgewählten Rezepten in der Rubrik «zu Tisch» achten wir jeweils sehr wohl auf die Saisonalität der benötigten Zutaten. Allerdings lässt es sich auch dort nicht ganz immer konsequent durchsetzen. Bei den Rezepten und Fotos greifen wir als Gratiszeitschrift auf Inhalte von Kochbüchern zurück, die uns die Verlage bei Neuerscheinungen kostenlos zur Verfügung stellen. Manchmal gibt es Zutaten, die nur in geringer Menge als Dekoration oder ähnliches verwendet werden (und auf den Fotos abgebildet werden), auf die man gut verzichten kann, ohne das Rezept umzustellen. In so einem Fall müssen auch wir ab und zu ein Auge zudrücken.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis und dass Sie «oliv» auch weiterhin mit Freude lesen!
Ihr oliv-Team
